Schule

Am 4. September 2015 feierte unsere Schule das 70-jährige Bestehen. Und Ihr wart dabei! Der offizielle Teil der Veranstaltung begann um 16 Uhr mit einer Rede unseres Schulleiters Herrn Heinrichs. Er verfasste seinen Vortrag als Rückblick aus dem Jahre 2025 und betonte dabei die in den nächsten zehn Jahren geplanten schulischen und politischen Aktivitäten. Dabei stellte er die in Zukunft geplanten Internationalen Vorbereitungsklassen (IVK) in den Vordergrund, die vor allem auch Flüchtlingen die Integration ins deutsche Bildungs- und Berufssystem ermöglichen sollen, indem sie einen Schwerpunkt auf Deutsch als Fremdsprache legen. Derzeit gibt es lediglich einen halbjährigen Deutschkurs.

Unser Bürgermeister Herr Scholz (Amtszeit seit 07.03.2011) besuchte diese offizielle Veranstaltung ebenfalls und hielt eine 20-minütige Rede über seine Schulbildung und die aktuelle Politik auch im Hinblick auf das Schulleben. Er betonte dabei, dass ihm durchaus bewusst ist, wie wichtig die Abendschule und ihre vielfältigen Kursangebote für die Hansestadt Hamburg ist. Leider musste er unsere schöne Veranstaltung im direkten Anschluss verlassen.

Der Schulchor, welcher aus Lehrkräften und Schülern besteht, brachte einen hervorragenden musikalischen Beitrag. Sie ernteten großen Applaus für ihre dargebrachten Songs: Mamma Mia!, I can´t help falling in love with you, Barbara Ann und California Dreaming.

Die Rede der ehemaligen Schülerin Anke Werner (Abi 1984) war sehr aufschlussreich. Sie erzählte über ihre persönlichen Erfahrungen während der Schulzeit. Unter anderem erinnerte sie sich gerne an die mit ihren Mitschülern verbrachten Abende beim Griechen nebenan. Ihren Abschluss feierten sie mit einer wilden Nacht auf dem Kiez. Frau Werner erlebte ihre Schulzeit eher als kommunikative Periode ihres Lebens denn als eine Weiterbildung.

Frau Justus, eine aktuelle Schülerin, benannte im Gegensatz zu Frau Werner ganz eindeutig den Aspekt der Weiterbildung und das Erreichen des Abschlusses als Ziel des Schulbesuches. Dabei stellte sie dar, dass dafür auch durchaus Opfer erbracht werden, zum Beispiel Freizeit und soziale Kontakte völlig in den Hintergrund rücken.

Zwischen den beiden Schülerinnenreden spielte Destan Akgüc (aus der S2) Saz. Die Songeinlage wirkte sehr orientalisch. Viele Zuhörer waren schwer begeistert.

Als letzte „Showeinlage“ erläuterte der Diplom-Psychologe Herr Pächnatz den Unterschied des Lernens bei jungen und älteren Menschen. Dabei wurden die Grundlagen des Gehirns dargestellt. Die Unterschiede zwischen den verschieden alten Gehirnen wurden verdeutlicht. Nach neusten Erkenntnissen kann ein Gehirn ab dem 24. Lebensjahr keine Leistungssteigerung mehr erbringen. Ab diesem Alter lernt das Gehirn nur noch in einer Geschwindigkeit. Der Zeitraum, um neue Dinge zu lernen, kann nicht mehr vom Gehirn verkürzt werden. Bis zum 24. Lebensjahr wird das Gehirn immer schneller, wenn es darum geht, Neues zu können. Für alle über 24 besteht dennoch Hoffnung... Das bereits Gelernte wird sofort mit bisher Gelerntem verknüpft. Das Gehirn benötigt keine Zeit mehr um zu verstehen, wieso gewisse Dinge so sind, wie sie nun einmal sind. Es kann sofort einzelne Vorgänge miteinander verknüpfen und auf anderem aufbauen..

Der Kurs Darstellendes Spiel trug einen kleinen Ausschnitt aus seinem aktuellen Musical vor. Es ging dabei um einen Schultag und darum, dass Handys im Unterricht auszuschalten sind. Dies besagt ja auch unsere aktuelle Hausordnung… ;-)

Im Anschluss gab es im 2. Stock einen Sektempfang mit Häppchen. Der engagierte Service konnte leider nicht zwischen den vegetarischen und fleischlichen Häppchen unterscheiden. Dennoch war das gereichte Fingerfood lecker. Zum Zeitpunkt des Empfanges bot der Johannes-Brahms-Chor ein meisterliches musikalisches Programm, welches vor allem von vielen Lehrkräften geschätzt wurde – während von Schülerseite schon fröhlich gequatscht und gefuttert wurde.

Der weitere Verlauf des Abends ist euch bekannt. Die Lehrer und Ehemaligen mischten sich unter die aktuellen Schüler. Ein reger Austausch fand statt. Der Abend neigte sich gegen 23 Uhr dem Ende zu. Viele Befragte sind der Ansicht, dass dringender Wiederholungsbedarf besteht. Vielleicht sehen wir uns alle wieder, wenn in zehn Jahren das 80-jährige Jubiläum gefeiert wird!