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Schule

Dänemark


Schülerreise im Januar 2015 an eine dänische Schule für Erwachsenenbildung in Kolding


Wie kam der Kontakt zustande?
Auf der letzten Tagung der norddeutschen Abendschulen hatten wir zum ersten Mal Gäste von einer dänischen Erwachsenenschule, die sich für das deutsche System der Erwachsenenbildung interessierten. Kontakt und Sympathie waren schnell hergestellt, und ein erstes Treffen mit Schülern beider Schulen in Hamburg wurde vereinbart. So reiste bereits im November eine dänische Schülergruppe mit Lehrern zu uns, und wir verbrachten eine intensive, interessante und inspirierende Zeit miteinander. Im Januar erfolgte dann der Gegenbesuch, der unsere Gruppe staunend über die – aus unserer Sicht – sehr innovativen und optimalen Bedingungen für die Erwachsenenbildung zurück ließ.

Was fiel uns auf?
Zunächst die großzügige Architektur des Gebäudes: helle, geräumige Klassen-, Beratungs-, Schüler- und Lehrerarbeitszimmer, die jedem ein individuelles und ungestörtes Arbeiten ermöglichen. Eine einladende Kantine bietet allen Schülern vom (3x wöchentlich kostenlosen) Frühstück über ein Mittagsessen und Snacks gesunde frisch zubereitete Kost an. Hier nahmen alle in der einstündigen Mittagspause ihr Essen ein. Die Aufenthaltsräume der Schüler und Arbeitsräume der Lehrer sind mit dänischen Designermöbeln ausgestattet, an den Wänden finden sich Bilder dänischer Künstler, die man auf diese Weise unterstützen möchte. Gleichzeitig soll durch eine ästhetisch ansprechende Umgebung die Inspiration und Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Jeder Schüler hat einen Laptop und alle Räume verfügen über modernste Medien. Am letzten Tag überraschten uns unsere Gastgeber mit einer Führung durch den Rohbau ihres neu entstehenden Schulgebäudes, das in einem gemeinsamen Projekt von Architekten, Schülern und Lehrern konzipiert wurde.

Der Unterricht findet tagsüber statt, weil alle Schüler Anspruch auf großzügige staatliche Unterstützung haben. Da an dänischen Universitäten für bestimmte Studiengänge fachspezifische Voraussetzungen genügen, können die Schüler über ein modulares System diese erwerben (z.B. nur "Abitur" in Mathe). Außerdem können die Schüler je nach Lernausgangslage zwischen verschiedenen Herangehensweisen an den Lerninhalt wählen ("tracks"). Beispielsweise gibt es einen Lernweg "Lernen muss Sinn machen", wo möglichst alle Inhalte durch einen praktischen Bezug hergeleitet werden. Demgegenüber steht der Lernweg des "Blended Learning", der es den Schülern ermöglicht, entweder von zuhause aus zu lernen oder aber schulische Präsenzangebote zu nutzen. Besonders profitieren hiervon alleinerziehende Eltern und kranke Schüler. Ein umfangreiches Beratungsangebot zu persönlichen, schulischen, beruflichen und studienspezifischen Schwerpunkten steht allen Schülern permanent zur Verfügung. Sechs geschulte Kollegen sind für die insgesamt 600 Schüler zuständig. Die beratungssuchenden dänischen Schüler hatten interessanterweise ganz ähnliche Schwierigkeiten wie viele unserer Schüler: Fehlzeiten, Krankheiten, problematische persönliche Lebensumstände und fehlende Lernstrategien.
Zu guter Letzt gefiel uns, dass die dänischen Kollegen nach besonders aufwändigen Arbeitsphasen Urlaub bekommen, um diese Überstunden auszugleichen.

Was sind unsere weiteren Ziele?
Geplant sind jährliche Besuche, alternierend zwischen Schülern und Lehrern. So steht als nächstes ein Lehreraustausch an, bei dem dänische Kollegen zu uns in unseren Unterricht kommen und wir über didaktische Fragen diskutieren wollen. Im Folgejahr sollen dann wieder Schülerinnen und Schüler als Austauschpartner im Fokus stehen. Angedacht waren auch gemeinsame Projekte in Berlin, zur Hafenstadt Hamburg und zur gemeinsamen dänischen-deutschen Geschichte, die sich aus dem Medienprofil ergeben hätten (das es in ähnlicher Form auch in Kolding gibt). Beim letzten binationalen Treffen gingen wir noch von einem Fortbestand des Medienprofils aus. Jetzt überlegen wir neu. 

 

Polen

Internationale Beziehungen in der Erwachsenenbildung
Die ASH Hamburg und CKU in Breslau sind Partnerschulen für Projekte zur Berufs- und Studienorientierung
Das geplante ErsamusPlus – Vorhaben ist leider nicht zustande gekommen.

Das Austauschvorhaben wird aus personellen Gründen eingestellt.

ABER, wir schauen uns nach weiteren Partnern um!